Der Rhodesian Ridgeback wirkt wie aus einem Guss: ruhig, eigenständig, kraftvoll, mit dem markanten Kamm auf dem Rücken. Genau dieser Kamm gehört zu einer angeborenen Besonderheit, die teuer werden kann. Und der athletische Körper bringt Risiken mit, die man dem gesunden Hund nicht ansieht.
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Der Rhodesian Ridgeback gilt als hart im Nehmen, und im Alltag ist er das auch. Teuer wird es bei dem, was in ihm angelegt ist: ein angeborener Hautkanal am Rücken, zwei erbliche Nervenleiden und der Notfall, den sein tiefer Brustkorb mitbringt.

Dermoidsinus · Chirurgische Exzision
Der Dermoidsinus ist ein angeborener, mit Haut ausgekleideter Kanal auf der Rückenlinie, der bis zur Wirbelsäule reichen kann. Beim Rhodesian Ridgeback tritt er deutlich häufiger auf als bei anderen Rassen. Bleibt er, kann er sich entzünden und bis ins Rückenmark durchbrechen, deshalb wird er meist früh vollständig herausoperiert. Je tiefer der Kanal reicht, desto aufwendiger der Eingriff.
Tierärztliche Hochschule Hannover: Prävalenz des Dermoidsinus beim Rhodesian Ridgeback, 2,53 Prozent (2022) | GOT 2022 | PDF ↓

Magendrehung · Notfall-Operation
Bei der Magendrehung füllt sich der Magen mit Gas und dreht sich um die eigene Achse, die Blutzufuhr bricht ab. Große Hunde mit tiefem Brustkorb wie der Ridgeback sind gefährdet, und ohne Not-OP endet es innerhalb weniger Stunden tödlich. Operiert wird der Magen zurückgedreht, oft mit einer Magenanheftung, damit es sich nicht wiederholt.
Topics in Companion Animal Medicine: Prädisponierende Faktoren der Magendrehung bei großen, tiefbrüstigen Rassen (Bell, 2014) | GOT 2022 | PDF ↓

Degenerative Myelopathie · Reha und Pflege
Die degenerative Myelopathie ist ein langsames Absterben von Nervenbahnen im Rückenmark, meist ab etwa acht Jahren. Der Rhodesian Ridgeback gehört zu den Rassen, bei denen die auslösende SOD1-Genvariante klinisch bestätigt ist. Heilbar ist sie nicht, aber Physiotherapie, Reha und Hilfsmittel halten den Hund über Jahre mobil, und genau diese laufenden Kosten summieren sich.
PNAS: SOD1-Mutation der degenerativen Myelopathie, klinisch bestätigt beim Rhodesian Ridgeback (Awano et al., 2009) | GOT 2022 | PDF ↓

Juvenile myoklonische Epilepsie · Dauertherapie
Die juvenile myoklonische Epilepsie ist eine Besonderheit des Rhodesian Ridgeback, die auslösende Genmutation kommt nur bei dieser Rasse vor. Betroffene Hunde zeigen schon in den ersten anderthalb Lebensjahren blitzartige Muskelzuckungen, manche mehrfach am Tag und lichtempfindlich. Die Anfälle lassen sich mit Medikamenten meist gut einstellen, aber die Behandlung läuft lebenslang.
PNAS: Juvenile myoklonische Epilepsie beim Rhodesian Ridgeback durch defektes DIRAS1-Gen (Wielaender et al., 2017) | GOT 2022 | PDF ↓

Der Rhodesian Ridgeback ist ein großer, athletischer Hund mit dem Ruf, robust und wenig anfällig zu sein. Für den Alltag stimmt das oft. Die teuren Themen liegen woanders: in angeborenen und erblichen Fehlanlagen, die man dem gesunden Welpen nicht ansieht. Der Dermoidsinus ist eine angeborene Fehlbildung, die beim Ridgeback deutlich häufiger auftritt als bei anderen Rassen und lange mit dem namensgebenden Rückenkamm in Verbindung gebracht wurde.
Dazu kommen zwei neurologische Erkrankungen mit klarer genetischer Grundlage: eine juvenile Epilepsie, deren Mutation nur beim Ridgeback vorkommt, und die degenerative Myelopathie im höheren Alter. Und wie jeder große Hund mit tiefem Brustkorb trägt er das Risiko einer Magendrehung, eines der schnellsten Notfälle überhaupt.
PNAS: DIRAS1-Genmutation der juvenilen myoklonischen Epilepsie beim Rhodesian Ridgeback (Wielaender et al., 2017) | PNAS: SOD1-assoziierte degenerative Myelopathie, klinisch bestätigte Rasse (Awano et al., 2009)
Alle Kosten basieren auf der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT 2022), 2 bis 3-facher Satz. Tatsächliche Kosten können je nach Praxis, Region und Schweregrad abweichen.
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Oder du machst die Kosten monatlich planbar. Der Beitrag ist ein Einstiegswert und hängt von Rasse, Alter und Tarif ab. Beim Rhodesian Ridgeback treffen ein einmaliger Notfall wie die Magendrehung und jahrelange Dauertherapien bei Epilepsie und Myelopathie aufeinander. Ein reiner OP-Tarif kann die Operation abfangen, die laufenden Medikamente sind darin aber meist nicht enthalten. Jetzt Beitrag prüfen
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Einstiegsbeitrag. Für deinen Hund kann er höher liegen.
Beispielwerte zur Orientierung, keine verbindliche Zusage. Tierarztkosten richten sich nach dem Einzelfall und der GOT.

Der Rhodesian Ridgeback trägt seine teuersten Risiken von Geburt an in sich: Dermoidsinus, juvenile Epilepsie, später die Myelopathie. Ob eine Erkrankung nach der Wartezeit noch versicherbar ist, entscheidet der Zeitpunkt des Abschlusses. Prüfe jetzt welcher Schutz zu deinem Rhodesian Ridgeback passt.
Jetzt Schutz für deinen Rhodesian Ridgeback prüfen * AnzeigeEin Dermoidsinus wird oft schon beim Züchter gefunden, die juvenile Epilepsie zeigt sich im ersten Lebensjahr. Was vor dem Vertrag bekannt ist, gilt als Vorerkrankung und wird häufig dauerhaft ausgeschlossen. Bei angeborenen Leiden schließen manche Tarife die Kostenübernahme ohnehin aus.
Nach Vertragsabschluss läuft eine Wartezeit, bevor der Schutz greift. Eine Magendrehung schlägt aus heiterem Himmel zu und kann schon in diese Frist fallen. Für erblich bedingte Leiden setzen viele Tarife die Wartezeit noch länger an.
Neu versichern lässt sich ein Hund nur bis zu einem tarifabhängigen Höchstalter. Die degenerative Myelopathie zeigt sich aber erst im Seniorenalter, oft jenseits dieser Grenze. Wer bis dahin wartet, bekommt für genau dieses Risiko keinen neuen Schutz mehr.
Dermoidsinus und Magendrehung sind einmalige Eingriffe, die epileptischen Anfälle und die Myelopathie laufen über Jahre. Ein reiner OP-Tarif greift bei der Operation, nicht aber bei den laufenden Medikamenten und der Reha. Für die chronischen Fälle braucht es einen Vollschutz.
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Rhodesian Ridgeback: Die Behandlung bei Dermoidsinus kostet 800 € – 2.500 €. Eine Kranken- oder OP-Versicherung kann solche Kosten abfangen.