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Rhodesian Ridgeback · Dermoidsinus, Magendrehung, Epilepsie

Beim Ridgeback ist der Dermoidsinus von Geburt an da

Der Rhodesian Ridgeback wirkt wie aus einem Guss: ruhig, eigenständig, kraftvoll, mit dem markanten Kamm auf dem Rücken. Genau dieser Kamm gehört zu einer angeborenen Besonderheit, die teuer werden kann. Und der athletische Körper bringt Risiken mit, die man dem gesunden Hund nicht ansieht.

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Rhodesian Ridgeback Portrait
Die echten Kosten

Ein Kanal am Rücken, ein Magen in Not, zwei Erkrankungen der Nerven

Der Rhodesian Ridgeback gilt als hart im Nehmen, und im Alltag ist er das auch. Teuer wird es bei dem, was in ihm angelegt ist: ein angeborener Hautkanal am Rücken, zwei erbliche Nervenleiden und der Notfall, den sein tiefer Brustkorb mitbringt.

Rhodesian Ridgeback Ein Punkt am Rücken, der tiefer geht
Angeboren

Ein Punkt am Rücken, der tiefer geht

Dermoidsinus · Chirurgische Exzision

800 € – 2.500 €

Der Dermoidsinus ist ein angeborener, mit Haut ausgekleideter Kanal auf der Rückenlinie, der bis zur Wirbelsäule reichen kann. Beim Rhodesian Ridgeback tritt er deutlich häufiger auf als bei anderen Rassen. Bleibt er, kann er sich entzünden und bis ins Rückenmark durchbrechen, deshalb wird er meist früh vollständig herausoperiert. Je tiefer der Kanal reicht, desto aufwendiger der Eingriff.

Tierärztliche Hochschule Hannover: Prävalenz des Dermoidsinus beim Rhodesian Ridgeback, 2,53 Prozent (2022) | GOT 2022 | PDF ↓

Rhodesian Ridgeback Der Bauch bläht sich, jede Minute zählt
Notfall

Der Bauch bläht sich, jede Minute zählt

Magendrehung · Notfall-Operation

2.500 € – 5.000 €

Bei der Magendrehung füllt sich der Magen mit Gas und dreht sich um die eigene Achse, die Blutzufuhr bricht ab. Große Hunde mit tiefem Brustkorb wie der Ridgeback sind gefährdet, und ohne Not-OP endet es innerhalb weniger Stunden tödlich. Operiert wird der Magen zurückgedreht, oft mit einer Magenanheftung, damit es sich nicht wiederholt.

Topics in Companion Animal Medicine: Prädisponierende Faktoren der Magendrehung bei großen, tiefbrüstigen Rassen (Bell, 2014) | GOT 2022 | PDF ↓

Rhodesian Ridgeback Die Hinterhand gibt langsam nach
Chronisch

Die Hinterhand gibt langsam nach

Degenerative Myelopathie · Reha und Pflege

600 € – 2.000 €/Jahr

Die degenerative Myelopathie ist ein langsames Absterben von Nervenbahnen im Rückenmark, meist ab etwa acht Jahren. Der Rhodesian Ridgeback gehört zu den Rassen, bei denen die auslösende SOD1-Genvariante klinisch bestätigt ist. Heilbar ist sie nicht, aber Physiotherapie, Reha und Hilfsmittel halten den Hund über Jahre mobil, und genau diese laufenden Kosten summieren sich.

PNAS: SOD1-Mutation der degenerativen Myelopathie, klinisch bestätigt beim Rhodesian Ridgeback (Awano et al., 2009) | GOT 2022 | PDF ↓

Rhodesian Ridgeback Der junge Hund zuckt wie unter Strom
Genmutation

Der junge Hund zuckt wie unter Strom

Juvenile myoklonische Epilepsie · Dauertherapie

600 € – 1.800 €/Jahr

Die juvenile myoklonische Epilepsie ist eine Besonderheit des Rhodesian Ridgeback, die auslösende Genmutation kommt nur bei dieser Rasse vor. Betroffene Hunde zeigen schon in den ersten anderthalb Lebensjahren blitzartige Muskelzuckungen, manche mehrfach am Tag und lichtempfindlich. Die Anfälle lassen sich mit Medikamenten meist gut einstellen, aber die Behandlung läuft lebenslang.

PNAS: Juvenile myoklonische Epilepsie beim Rhodesian Ridgeback durch defektes DIRAS1-Gen (Wielaender et al., 2017) | GOT 2022 | PDF ↓

Rhodesian Ridgeback bei tierärztlicher Untersuchung
Die Fakten

Robust im Alltag, empfindlich im Bauplan

Der Rhodesian Ridgeback ist ein großer, athletischer Hund mit dem Ruf, robust und wenig anfällig zu sein. Für den Alltag stimmt das oft. Die teuren Themen liegen woanders: in angeborenen und erblichen Fehlanlagen, die man dem gesunden Welpen nicht ansieht. Der Dermoidsinus ist eine angeborene Fehlbildung, die beim Ridgeback deutlich häufiger auftritt als bei anderen Rassen und lange mit dem namensgebenden Rückenkamm in Verbindung gebracht wurde.

Tierärztliche Hochschule Hannover: Prävalenz und Segregationsanalyse des Dermoidsinus beim Rhodesian Ridgeback (2022)

Dazu kommen zwei neurologische Erkrankungen mit klarer genetischer Grundlage: eine juvenile Epilepsie, deren Mutation nur beim Ridgeback vorkommt, und die degenerative Myelopathie im höheren Alter. Und wie jeder große Hund mit tiefem Brustkorb trägt er das Risiko einer Magendrehung, eines der schnellsten Notfälle überhaupt.

PNAS: DIRAS1-Genmutation der juvenilen myoklonischen Epilepsie beim Rhodesian Ridgeback (Wielaender et al., 2017) | PNAS: SOD1-assoziierte degenerative Myelopathie, klinisch bestätigte Rasse (Awano et al., 2009)

Hinweis: Diese Angaben ersetzen keine tierärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Fragen immer einen zugelassenen Tierarzt konsultieren.

Typische Kosten beim Rhodesian Ridgeback nach GOT 2022

Epilepsie-Diagnostik (MRT, Labor)
200 € – 1.500 €
Vorsorgeuntersuchung (jährlich)
100 € – 400 €/Jahr
Dermoidsinus-Diagnostik (Sondierung, Bildgebung)
150 € – 800 €
DM-Diagnostik (MRT, Gentest)
200 € – 1.500 €
Magendrehungs-Diagnostik (Röntgen)
100 € – 400 €

Alle Kosten basieren auf der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT 2022), 2 bis 3-facher Satz. Tatsächliche Kosten können je nach Praxis, Region und Schweregrad abweichen.

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Lohnt es sich?

Eine Magendrehung wird in Stunden zur Existenzfrage

Oder du machst die Kosten monatlich planbar. Der Beitrag ist ein Einstiegswert und hängt von Rasse, Alter und Tarif ab. Beim Rhodesian Ridgeback treffen ein einmaliger Notfall wie die Magendrehung und jahrelange Dauertherapien bei Epilepsie und Myelopathie aufeinander. Ein reiner OP-Tarif kann die Operation abfangen, die laufenden Medikamente sind darin aber meist nicht enthalten. Jetzt Beitrag prüfen

Ohne Versicherung

Magendrehungs-OP (Notfall)

2.500 € – 5.000 €

auf einmal, aus eigener Tasche

vs

Mit Versicherung

Monatlich planbar

ab 19 € / Monat

Einstiegsbeitrag. Für deinen Hund kann er höher liegen.

Beispielwerte zur Orientierung, keine verbindliche Zusage. Tierarztkosten richten sich nach dem Einzelfall und der GOT.

Rhodesian Ridgeback mit Besitzer

Was kostet dich das Angeborene?

Der Rhodesian Ridgeback trägt seine teuersten Risiken von Geburt an in sich: Dermoidsinus, juvenile Epilepsie, später die Myelopathie. Ob eine Erkrankung nach der Wartezeit noch versicherbar ist, entscheidet der Zeitpunkt des Abschlusses. Prüfe jetzt welcher Schutz zu deinem Rhodesian Ridgeback passt.

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Gut zu wissen

Beim Ridgeback zählt, was angeboren ist

1

Der Befund ist oft älter als der Vertrag

Ein Dermoidsinus wird oft schon beim Züchter gefunden, die juvenile Epilepsie zeigt sich im ersten Lebensjahr. Was vor dem Vertrag bekannt ist, gilt als Vorerkrankung und wird häufig dauerhaft ausgeschlossen. Bei angeborenen Leiden schließen manche Tarife die Kostenübernahme ohnehin aus.

2

Der Magen kennt keine Wartezeit

Nach Vertragsabschluss läuft eine Wartezeit, bevor der Schutz greift. Eine Magendrehung schlägt aus heiterem Himmel zu und kann schon in diese Frist fallen. Für erblich bedingte Leiden setzen viele Tarife die Wartezeit noch länger an.

3

Wenn die Hinterhand nachlässt, ist der Vertrag zu spät

Neu versichern lässt sich ein Hund nur bis zu einem tarifabhängigen Höchstalter. Die degenerative Myelopathie zeigt sich aber erst im Seniorenalter, oft jenseits dieser Grenze. Wer bis dahin wartet, bekommt für genau dieses Risiko keinen neuen Schutz mehr.

4

Wo ein reiner OP-Tarif an Grenzen kommt

Dermoidsinus und Magendrehung sind einmalige Eingriffe, die epileptischen Anfälle und die Myelopathie laufen über Jahre. Ein reiner OP-Tarif greift bei der Operation, nicht aber bei den laufenden Medikamenten und der Reha. Für die chronischen Fälle braucht es einen Vollschutz.

Täglich nützlich

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Häufige Fragen

Alles zur Hundeversicherung für Rhodesian Ridgeback

Die wichtigsten Fragen. Klar beantwortet.

Grundsätzlich ab der 8. Lebenswoche. Der Dermoidsinus ist angeboren und wird oft schon beim Züchter erkannt, die juvenile Epilepsie zeigt sich im ersten Lebensjahr. Was vor Vertragsabschluss bekannt ist, gilt als Vorerkrankung und kann dauerhaft ausgeschlossen werden.
Das hängt vom Tarif ab. Der Dermoidsinus ist eine angeborene Fehlbildung, und viele Anbieter behandeln angeborene oder erblich bedingte Leiden gesondert oder schließen sie aus. Ist er bei Abschluss schon bekannt, gilt er als Vorerkrankung.
Nach Abschluss läuft eine Wartezeit, bevor der Schutz greift. Eine Magendrehung kommt ohne Vorwarnung und kann genau in diese Frist fallen. Für erblich bedingte Erkrankungen wie die juvenile Epilepsie setzen viele Tarife die Wartezeit noch länger an.
Für einmalige Eingriffe wie Dermoidsinus und Magendrehung kann sie ausreichen. Die juvenile Epilepsie und die degenerative Myelopathie laufen aber über Jahre mit Medikamenten und Reha. Für diese laufenden Kosten braucht es einen Vollschutz.