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Collie · MDR1, Haut, Augen

Beim Collie sitzt das größte Risiko im Erbgut

Der Collie ist ein sanfter, kluger Hütehund mit langem Fell und wachem Blick. Seine größten Gesundheitsrisiken sieht man ihm nicht an, sie stecken im Erbgut: ein Gendefekt, der Medikamente gefährlich macht, dazu Haut, Rückenmark und Augen. Wer das früh weiß, trifft die besseren Entscheidungen.

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Collie (Langhaar) Portrait
Die echten Kosten

Vier vererbte Risiken, die beim Collie richtig ins Geld gehen können.

Beim Collie sind die teuren Diagnosen selten Folge eines Unfalls, sondern der Gene. Vier Erkrankungen prägen das Bild, von der gefährlichen Medikamentenreaktion bis zur angeborenen Augenfehlbildung. Diese vier Karten zeigen, was im Ernstfall auf dich zukommt.

Collie (Langhaar) Ein Routinemittel wird zur Gefahr
Genmutation

Ein Routinemittel wird zur Gefahr

MDR1-Defekt · Notfall auf der Intensivstation

1.500 € – 3.500 €

Der Collie ist die Rasse, in der die MDR1-Mutation entdeckt wurde, und rund drei von vier Collies tragen sie. Fehlt das Protein der Blut-Hirn-Schranke, gelangen bestimmte Medikamente ins Gehirn, die dort nichts zu suchen haben, darunter einige Entwurmungs-, Durchfall- und Narkosemittel. Die Reaktion reicht von Zittern und Taumeln bis zu Krampfanfällen und Atemstillstand. Dann zählt jede Stunde auf der Intensivstation.

Washington State University (PrIME): rund drei von vier Collies tragen die MDR1-Mutation | Mealey et al. (2001), Pharmacogenetics: Ivermektin-Empfindlichkeit beim Collie durch mdr1-Deletion | GOT 2022 | PDF ↓

Collie (Langhaar) Kahle Stellen im Welpengesicht
Autoimmun

Kahle Stellen im Welpengesicht

Dermatomyositis · Haut und Muskeln entzündet

600 € – 1.800 €/Jahr

Die familiäre Dermatomyositis zeigt sich fast nur beim Collie und beim Sheltie, meist in den ersten Lebensmonaten. Eine Entzündung kleiner Gefäße lässt Haut und Muskulatur leiden: Krusten und kahle Stellen an Gesicht, Ohren, Rutenspitze und über den Knochenvorsprüngen der Beine. Heilbar ist die Krankheit nicht, viele Hunde brauchen lebenslang durchblutungsfördernde und entzündungshemmende Medikamente.

Evans et al. (2017), PLoS Genetics: familiäre Dermatomyositis fast ausschließlich bei Collie und Shetland Sheepdog | GOT 2022 | PDF ↓

Collie (Langhaar) Die Hinterhand wird schwächer
Neurologisch

Die Hinterhand wird schwächer

Degenerative Myelopathie · das Rückenmark baut ab

800 € – 2.000 €/Jahr

Die degenerative Myelopathie ist ein langsamer Abbau des Rückenmarks, der beim Collie mit der SOD1-Mutation zusammenhängt und meist erst im höheren Alter beginnt. Zuerst schleifen die Hinterpfoten, der Gang wird unsicher, über Monate bis Jahre folgt die Lähmung der Hinterhand. Heilen lässt sich die Krankheit nicht. Physiotherapie, Hilfsmittel und Pflege begleiten den Weg und summieren sich über die Zeit.

Kohyama et al. (2017), J. Vet. Med. Sci.: degenerative Myelopathie mit SOD1-Mutation beim Rough Collie | GOT 2022 | PDF ↓

Collie (Langhaar) Ein Augenfehler von Geburt an
Angeboren

Ein Augenfehler von Geburt an

Collie Eye Anomaly · angeborener Augenfehler

900 € – 2.000 €

Die Collie Eye Anomaly ist eine angeborene Fehlbildung des Augenhintergrunds und beim Collie sehr verbreitet. Der Grunddefekt, eine Unterentwicklung der Aderhaut, stört das Sehen meist kaum. Bei einem Teil der Hunde bilden sich jedoch Kolobome, und es kann zur Netzhautablösung bis hin zur Erblindung kommen. Die Fehlbildung selbst ist nicht heilbar, schwere Verläufe brauchen eine augenchirurgische Behandlung.

OMIA 000218 (Choroidale Hypoplasie): Kolobome und Netzhautablösung als Folgeschäden der Collie Eye Anomaly | GOT 2022 | PDF ↓

Collie (Langhaar) bei tierärztlicher Untersuchung
Die Fakten

Beim Collie sitzt das Risiko im Erbgut, nicht im Knochen.

Kein Merkmal prägt den Collie medizinisch so wie sein Erbgut. Rund drei von vier Collies tragen die MDR1-Mutation, einen Defekt der Blut-Hirn-Schranke. Betroffene Hunde können auf gängige Wirkstoffe wie einige Entwurmungs-, Durchfall- und Narkosemittel mit schweren Vergiftungserscheinungen reagieren. Schon ein verändertes Gen genügt, reinerbige Tiere sind besonders stark gefährdet.

Washington State University (PrIME): Hunderassen mit MDR1-Mutation, rund drei von vier Collies betroffen

Neben dem MDR1-Defekt bringt der Collie weitere erbliche Baustellen mit: die familiäre Dermatomyositis, eine Entzündung von Haut und Muskulatur junger Hunde, die degenerative Myelopathie, einen langsamen Abbau des Rückenmarks im Alter, und die Collie Eye Anomaly, eine angeborene Fehlbildung des Augenhintergrunds. Auch die Collie-eigene Netzhautdegeneration PRA kommt vor. Was Diagnostik und Behandlung kosten, richtet sich nach der Gebührenordnung für Tierärzte.

GOT 2022 | PDF ↓

Hinweis: Diese Angaben ersetzen keine tierärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Fragen immer einen zugelassenen Tierarzt konsultieren.

Typische Kosten beim Collie nach GOT 2022

Augen-Diagnostik (Funduskopie, Gentest)
80 € – 300 €
Vorsorgeuntersuchung (jährlich)
100 € – 400 €/Jahr
Dermatomyositis-Diagnostik (Hautbiopsie)
200 € – 800 €
Myelopathie-Diagnostik (MRT, Gentest)
200 € – 1.500 €
MDR1-Diagnostik (Gentest)
60 € – 150 €

Alle Kosten basieren auf der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT 2022), 2 bis 3-facher Satz. Tatsächliche Kosten können je nach Praxis, Region und Schweregrad abweichen.

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Lohnt es sich?

Eine einzige Intensivtherapie kann teurer werden als Jahre Versicherungsbeitrag.

Oder du machst die Kosten monatlich planbar. Der Beitrag ist ein Einstiegswert und hängt von Rasse, Alter und Tarif ab. Beim Collie kann schon eine einzige MDR1-Notfallbehandlung Kosten verursachen, die ein passender Schutz abfangen kann. Jetzt Beitrag prüfen

Ohne Versicherung

Intensivstation nach Medikamentenvergiftung

1.500 € – 3.500 €

auf einmal, aus eigener Tasche

vs

Mit Versicherung

Monatlich planbar

ab 19 € / Monat

Einstiegsbeitrag. Für deinen Hund kann er höher liegen.

Beispielwerte zur Orientierung, keine verbindliche Zusage. Tierarztkosten richten sich nach dem Einzelfall und der GOT.

Collie (Langhaar) mit Besitzer

Passt der Schutz zu deinem Collie?

Der Collie bringt erbliche Risiken mit, von MDR1 bis zur Myelopathie. Ob eine Erkrankung nach der Wartezeit noch versicherbar ist, entscheidet der Zeitpunkt des Abschlusses. Prüfe jetzt welcher Schutz zu deinem Collie passt.

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Gut zu wissen

Beim Collie sind die teuren Diagnosen erblich, der Zeitpunkt entscheidet.

1

Wenn der Gentest schon feststeht

Viele erbliche Risiken des Collies lassen sich früh per Gentest erkennen, MDR1, PRA und die Myelopathie zum Beispiel. Was vor Vertragsabschluss bekannt oder diagnostiziert ist, gilt als Vorerkrankung und kann dauerhaft vom Schutz ausgenommen werden.

2

Der Zwischenfall wartet nicht auf den Schutz

Eine MDR1-Medikamentenreaktion kann jeden Tierarztbesuch treffen, auch kurz nach Vertragsbeginn. Bis der Schutz greift, läuft jedoch die vertragliche Wartezeit. Ihre Länge hängt von Tarif und Erkrankung ab, nicht von der Rasse.

3

Die Myelopathie kommt spät, die Grenze früh

Die degenerative Myelopathie zeigt sich beim Collie oft erst im höheren Alter. Für einen Neuabschluss gilt dann häufig schon eine tarifabhängige Altersgrenze. Wer erst mit den ersten Symptomen sucht, findet oft keinen Schutz mehr.

4

Notfall und Dauertherapie sind zweierlei

Beim Collie stehen sehr verschiedene Kosten nebeneinander: die einmalige Intensivtherapie nach einer Medikamentenvergiftung und die jahrelange Behandlung von Dermatomyositis oder Myelopathie. Ein reiner OP-Tarif deckt Dauertherapien in der Regel nicht ab. Was gilt, steht im Tarif.

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Häufige Fragen

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Grundsätzlich ab der achten Lebenswoche. Viele Risiken des Collies sind erblich: MDR1 ist von Geburt an vorhanden, die degenerative Myelopathie zeigt sich dagegen erst spät. Was vor Abschluss bekannt ist, kann als Vorerkrankung ausgeschlossen werden, deshalb zählt ein früher Start.
Der Gendefekt selbst ist keine Behandlung, versichert wird die Folge, etwa eine Intensivtherapie nach einer Medikamentenvergiftung. Ob ein bereits bekannter MDR1-Status als Vorerkrankung gewertet wird, hängt vom Tarif ab. Ein Blick in die Bedingungen lohnt sich.
Weil eine MDR1-Reaktion auf ein Medikament jederzeit eintreten kann, auch kurz nach Vertragsbeginn. Greift der Schutz wegen der Wartezeit noch nicht, bleibt die Rechnung beim Halter. Die Dauer der Wartezeit richtet sich nach dem Tarif.
Für einen chirurgischen Eingriff an den Augen bei schwerer Collie Eye Anomaly kann sie genügen. Dermatomyositis und Myelopathie laufen dagegen über Jahre und ambulant. Solche Dauertherapien deckt ein reiner OP-Tarif meist nicht, dafür braucht es einen umfassenderen Schutz.